Ein weißer Bildschirm auf einem LED-Display wird nicht durch den Ausfall einer einzelnen LED-Lampe verursacht, sondern durch einen System- oder regionalen Signal-/Stromversorgungsausfall.
Aus optischer Sicht entsteht weißes Licht durch das Mischen gleicher Anteile der Primärfarben Rot, Grün und Blau. Bei einer Fehlfunktion der Ansteuerschaltung (z. B. der Empfangskarte oder des Hub-Boards) kann es vorkommen, dass der rote Chip nicht angesteuert wird, während die blauen und grünen Chips hell leuchten. Die Mischung dieser beiden Farben erscheint dann cyan oder gräulich-weiß.
Alternativ, und häufiger, verliert die Signalverarbeitungskette vollständig die Kontrolle, wodurch alle Chips zufällig Licht mit maximaler Helligkeit aussenden, was zu einem weißen Vollbild führt.
Ursachen des Problems und Lösungsansätze:
I. Probleme mit der Signalquelle und dem Steuerungssystem (treten am häufigsten bei Neuinstallationen oder Inbetriebnahmen auf)
1) Eingangssignalanomalie:
–Die Auflösung oder Bildwiederholfrequenz des Signalquellengeräts (Computer, Abspielgerät) übersteigt den Empfangsbereich des LED-Displays, was zu einem weißen Schutzbildschirm auf dem Display führt.
–Problem mit dem Signalkabel: Eine schlechte Qualität, eine zu lange oder eine lose Verbindung des HDMI/DP/DVI-Kabels kann zu Signalunterbrechungen führen.
Lösung: Überprüfen Sie die Einstellungen der Signalquelle und passen Sie diese an die vom Display unterstützte optimale Auflösung/Bildwiederholfrequenz an; schließen Sie das Signalkabel erneut an oder ersetzen Sie es durch ein kürzeres, qualitativ hochwertigeres Kabel.
2) Fehler in den Einstellungen des Steuerungssystems
–Die Parameter der Sende-/Empfangskarte fehlen oder sind fehlerhaft: Einstellungen wie Bildschirmbreite/-höhe (in Pixeln), OE-Polarität, Scanmethode, Datenflussrichtung usw. sind falsch.
–Es wurde ein falsches Programm oder eine falsche Konfigurationsdatei geladen.
Lösung: Verwenden Sie die Steuerungssoftware (z. B. Nova, Linsn, Colorlight usw.), um die Parameter neu auszulesen oder korrekt einzustellen und die richtige Konfigurationsdatei zu laden.
3) Hardwareausfall des Steuerungssystems:
–Fehler beim Senden der Karte: Signale konnten nicht ordnungsgemäß verarbeitet und verteilt werden.
–Fehler bei der Empfangskarte: Eine oder mehrere Empfangskarten sind beschädigt, was zu einem leeren Bildschirm im/in den entsprechenden Schrank(en) oder Bereich(en) führt.
Lösung: Prüfen Sie, wie groß der leere Bildschirm ist. Ist der gesamte Bildschirm leer, überprüfen Sie die Sendekarte und die Hauptsignalverbindung. Handelt es sich um einen begrenzten, regelmäßigen leeren Bildschirm (z. B. eine ganze Spalte oder Reihe von Schränken), überprüfen Sie die zugehörige Empfangskarte. Tauschen Sie die Komponenten testweise gegen Ersatzteile aus.

II. Probleme der Stromversorgung und -verteilung
1) Stromversorgungsausfall: Beschädigung oder Alterung des Moduls, was zu einer übermäßig niedrigen Ausgangsspannung führt (z. B. unter 4,5 V).
2) Probleme mit der Verkabelung: Schlechter Kontakt, Oxidation oder zu dünne Kabel, die zu einem übermäßigen Spannungsabfall am Ende führen.
Lösung: Messen Sie die Ausgangsspannung des Netzteils im fehlerhaften Bereich (sollte etwa 5 V betragen); überprüfen und ziehen Sie alle Anschlüsse des Netzteils fest.
III. Probleme mit der Datenübertragungsverbindung (Gebiet mit hoher Inzidenz)
1) Probleme mit Netzwerkkabeln/Glasfaserkabeln: Lose oder beschädigte Verbindungen, die oft zu Störungen im gesamten Verteilerkasten führen.
2) Probleme mit Flachbandkabeln: Lose Verbindungen, Ablösung oder oxidierte Kontakte, was häufig zu Anomalien in einzelnen Modulen oder Zeilen/Spalten von Pixeln führt.
Lösung: Trennen Sie zuerst die Stromversorgung und schließen Sie dann alle Datenflachkabel wieder an und reinigen Sie die Kontakte; überprüfen und ersetzen Sie anschließend das Netzwerkkabel/Glasfaserkabel.
IV. Probleme auf Modul- und LED-Panel-Ebene
1) Beschädigung des Treiber-ICs: Ausfall von Zeilen-/Spaltentreiberchips (wie z. B. 4953, MBI5124).
2)Leiterbahnunterbrechung auf der Leiterplatte: Durch Korrosion oder Stöße sind Durchkontaktierungen oder Leiterbahnen unterbrochen.
Lösung: Erfordert Fachpersonal mit Spezialwerkzeugen (Heißluftpistole, Multimeter) für den Chipaustausch oder die Drahtreparatur; gegebenenfalls muss das Modul ausgetauscht werden.
V. Software- und Synchronisierungsprobleme (für synchronisierte Bildschirme)
1) Der Grafikkartentreiber des Computers ist fehlerhaft, oder die Parameter der Wiedergabe-/Steuerungssoftware sind falsch eingestellt.
Lösung: Aktualisieren Sie den Grafikkartentreiber, starten Sie die Steuerungssoftware neu und überprüfen Sie sorgfältig alle Einstellungen der Anzeigeparameter.

