Die in COB-Bildschirmen verwendete Gehäusetechnologie unterscheidet sich von der herkömmlicher SMD-Bildschirme.
SMD-Bildschirm Verpackungsprozess: Dabei werden LED-Chips in einer Halterung fixiert, zu einzelnen LED-Perlen verkapselt und anschließend die Perlen auf eine Leiterplatte gelötet.
Die Oberfläche hat eine körnige Textur; jede LED-Lampe ist einzeln und uneben und fühlt sich rau an.
COB-Bildschirm Verpackungsprozess: Der LED-Chip wird direkt auf die Leiterplatte geklebt und anschließend mit Epoxidharz vergossen und geschützt. Die Bildschirmoberfläche ist glatt und eben.
Die COB-Technologie dient primär der Lösung des Wärmeableitungsproblems von LED-Displays. Im Vergleich zu DIP und SMD spart sie Platz, vereinfacht den Verpackungsprozess und bietet ein hocheffizientes Wärmemanagement.

Im Folgenden erläutern wir die Vorteile der COB-Technologie anhand der folgenden sechs Aspekte.
(1) LED-Lampenschutz
SMD-Bildschirme bieten nur durchschnittlichen Schutz. Ihre LED-Lampen sind der Außenwelt ausgesetzt und daher anfällig für Beschädigungen durch Stöße und Feuchtigkeitskorrosion, was zum Abfallen oder Ausfallen der Lampen führen kann.
COB-Bildschirme bieten einen hohen Schutz, da der Chip vollständig in Harz eingeschlossen ist und somit vor Stößen, Feuchtigkeit, statischer Elektrizität und Staub geschützt ist. Dadurch wird das Risiko, dass die Lampe abfällt, praktisch ausgeschlossen.
(2) Wärmeableitungsleistung
SMD-Bildschirme weisen eine durchschnittliche Wärmeableitung auf. Die Wärme muss über die LED-Halterung zur Leiterplatte abgeleitet werden, was einen langen Weg mit hohem Wärmewiderstand darstellt.
Das COB-Display zeichnet sich durch eine hervorragende Wärmeableitung aus. Der Chip steht in direktem Kontakt mit der Leiterplatte, was zu einem kurzen Wärmeableitungsweg und hoher Effizienz führt.
(3) Mikropitch-Fähigkeit
Bei SMD-Bildschirmen ist die Pixelteilung begrenzt, was es schwierig macht, eine sehr kleine Pixelteilung zu realisieren (< P 0,9 ist sehr schwierig).
COB-Bildschirme machen LED-Halterungen überflüssig, wodurch die Pixel dichter angeordnet werden können und Mikro-Pitches unterhalb von P0,9 leichter zu erreichen sind.
(4) Bildqualität
Einige Bauteile eines SMD-Bildschirms reflektieren Umgebungslicht. Wenn der Bildschirm Schwarz anzeigt (die LEDs leuchten nicht), lassen diese winzigen Reflexionspunkte das Schwarz weniger rein erscheinen, was zu einem „grauschwarzen“ Farbton und damit zu einem geringeren Kontrast führt.
Die Oberfläche des COB-Bildschirms besteht aus glattem, gleichmäßigem schwarzem Epoxidharz. Diese „Tafel“ absorbiert Umgebungslicht extrem effektiv. Bei der Darstellung von Schwarz reflektiert der Bildschirm nahezu kein Licht und erzeugt so ein sehr tiefes, reines Schwarz, was zu einem extrem hohen Kontrast und einer stärkeren visuellen Wirkung führt.
(5) Weitwinkel
Der Betrachtungswinkel des COB-Bildschirms kann über 170° betragen. Dadurch wird sichergestellt, dass jeder, egal ob in der Mitte oder an den Seiten sitzt, nahezu identische Inhalte sieht.
Dadurch wird das Problem der Farbverfälschung, Verdunkelung oder Überbelichtung vermieden, das von Betrachtern am Rande wahrgenommen wird.
(6) Wartbarkeit
SMD-Bildschirme unterstützen die Reparatur einzelner Lampen, wobei einzelne defekte LEDs für eine präzisere Wartung zu geringeren Kosten ausgetauscht werden können.
COB-Bildschirme weisen aufgrund ihrer hohen Zuverlässigkeit eine geringe Ausfallrate auf und werden typischerweise auf Modul- oder Platinenebene repariert, indem das gesamte Modul ausgetauscht wird. Die Kosten für die Ersatzteile sind bei einer Reparatur jedoch höher.

